Neurodivergenz & Partnerschaft
Wer mit Neurodivergenz gesegnet oder verflucht ist (je nach Bewertung) hat es im Alltag oft schwer.
Die normale Schule geht überhaupt nicht auf die Bedürfnisse neurodiverser Kinder ein, weshalb für viele Schule oft der erste Fluch im Leben ist.
Ein Blick in die Historie zeigt jedoch, dass viele bahnbrechende Veränderungen Menschen mit Neurodivergenz zu verdanken sind.
Und viele Unterhaltungsserien leben heute von den schillernden Charakteren neurodiverser Persönlichkeiten! Angefangen von der US-Serie „The Big Bang Theorie“, in dem der Autist Sheldon Cooper alle unterhaltsam wahnsinnig macht.
Ein interessantes Phänomen ist, dass sich Menschen mit Autismus oder AuDHS oft zu Menschen mit Menschen mit anderer Neurodivergenz, z.B. ADHS hingezogen fühlen.
Als Paarberaterin kenne ich Fälle des Gelingens und Scheiterns dieser Art von Partnerschaften, die sich oft ungewollt großen Herausforderungen stellen müssen.
Das findest Du hier zum Thema "neurodivergente Liebespaare"
Was ist Neurodivergenz?
Neurodivergenz/Neurodiversität umfasst sichtbare und unsichtbare Symptome und auf Wikipedia findet sich dazu folgendes:
„Im Konzept der Neurodiversität werden unter anderem Personen mit Autismus, ADHS, Dyskalkulie, Legasthenie, Dyspraxie, Synästhesie, Tourette-Syndrom, bipolarer Störung und Hochbegabung zu den neurodivergenten Menschen gezählt. Diese Ausprägungen gelten in der Neurodiversitätsbewegung als natürliche Formen der menschlichen Diversität, die derselben gesellschaftlichen Dynamik unterliegen wie andere Formen der Diversität.[3] Sie wendet sich damit entschieden gegen eine Pathologisierung von Neuro-Minderheiten.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodiversit%C3%A4t
In diesem Blogartikel findest Du das, was ich selbst oder Klient*innen oder Bekannte hilfreich für ihr Selbstverständnis fanden. Wenn Du Dich ein Thema angesprochen fühlst, kannst Du gezielter im Internet danach suchen oder Deine Ärztin / Therapeut*innen darauf ansprechen.
Serientipp: Learning to Love
In dieser psychologisch genau beobachteten japanischen Unterhaltungsserie stößt ein junger Mann mit ADHS und Legasthenie auf eine (wahrscheinlich autistische) Lehrerin. Die beiden sind nicht nur charakterlich sehr unterschiedlich, sondern leben auch in völlig unterschiedlichen Lebenswelten: ein brav-langweilige Lehrerin in einer katholischen Mädchenschule und ein junger extrovertierter Mann ohne Schulbildung, der Frauen im Nachtclub für Geld unterhält.
Sie bringt ihm Lesen und Schreiben bei und er ihr die Leichtigkeit des Lebens – nebenbei zeigt die Serie die Vorurteile und Doppelmoral der japanischen Gesellschaft auf und begleitet die beiden Charaktere in ihrer Entwicklung zu Autonomie, Echtheit und Selbstwertgefühl.
Eine feine Romanze, die nicht auf Spektakel, Krimi oder Action setzt, sondern mit kleinen Schritten von Mut und Veränderung im Alltag arbeitet. Zudem sind hier auch die Nebenfiguren spannend und bilden ein soziales Netz, in dem sich Veränderung, einmal angestoßen, gegenseitig befruchtet. Eine wunderbare bodenständige „Miteinander mehr erreichen – Geschichte“ eingebettet in japanische Lebenskultur.
Serientipp: Du bist mein Glanz (You are my Glory)
Eine optisch hochwertige chinesische Beziehungsgeschichte zwischen einer berühmten Schauspielerin und einem autistischen Forscher. Ich unterstelle, dass sie ADHS hat und er Autismus. Thematisiert wird dies in der Serie nicht.
Diese Serie lebt von der tollen Chemie der beiden Hauptdarsteller und den vielen schönen Alltags-Dialogen. Über die chinesische Propaganda, wie chic und toll Shanghai ist, empfiehlt es sich hinwegzusehen 😉
Serientipp: Lighter and Princess
Serientipp: Flower of Evil
Serientipp: A Dream in a Dream
Mehr Beziehungs-Qualität im Alltag
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